Anhänger abstellen kostet

(sgu) Immer wieder und vermehrt ist zu beobachten, dass Fahrzeuganhänger längere Zeit im öffentlichen Verkehrsraum stehen oder aus taktischen Gründen „umgeparkt" werden, um eine Ordnungsstrafe zu umgehen. Auch gibt es zunehmend Beschwerden von Anliegern oder Verkehrsteilnehmern über Anhänger, die öffentlichen Parkraum verringern.

Laut § 12 Abs. 3b der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Kraftfahrzeug-Anhänger, die nicht mit dem Zugfahrzeug verbunden sind, nicht länger als zwei Wochen im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. Dieses zulässige Parken ist aber nur soweit erlaubt, als der Anhänger noch gemeingebräuchlich genutzt wird, d.h. zu Verkehrszwecken. Wird der Anhänger zu anderen Zwecken genutzt z. B. zur Werbung oder zum Überwintern, liegt eine unzulässige Sondernutzung des öffentlichen Verkehrsraumes bereits vom Beginn des Abstellens vor.

Auch das bloße „Umparken" des Anhängers von einem Parkstand zu einem anderen, sofern der Parkvorgang innerhalb desselben Bereiches erfolgt (z.B. gleicher Straßenzug oder „Wohnungsnähe"), ist nicht erlaubt, da die Zwei-Wochen-Frist dadurch nicht unterbrochen wird. Wird mit dem Anhänger eine kurze Fahrt außerhalb des Gebietes nur zum Zweck unternommen, den Anhänger anschließend wieder im gleichen Bereich (das ist etwa der Bereich, der fußläufig binnen 10 min. zu erreichen ist)abzustellen, wird dadurch ebenso die Zwei-Wochen-Frist nicht unterbrochen. Die Zwei-Wochen-Frist ist vielmehr nur dann wirksam unterbrochen, wenn andere Kraftfahrzeuge eine reelle Chance erhalten, auf dem bisher genutzten Parkstand zu parken. Nur in einem solchen Fall liegt dann bei Rückkehr ein „neuer Parkvorgang" mit der Folge vor, dass die Zwei-Wochen-Frist erneut beginnt.

Die Einhaltung der vorgenannten Vorschrift wird vom Ordnungsamt der Stadt Groß-Umstadt überwacht. Dabei festgestellte Verstöße werden mit 20,00 Euro geahndet. Daher fordert Bürgermeister Joachim Ruppert alle Anhängerbesitzer auf, die StVO zu beachten und zum Dauerparken das eigene private Grundstück zu nutzen.

Quelle: Groß-Umstadt